Wie klimaschädlich ist das Fliegen?

Das Flugzeug ist im direkten Vergleich aller Verkehrsträger das mit Abstand klimaschädlichste Fortbewegungsmittel.

Zum Beispiel sorgt ein Hin- und Rückflug von Frankfurt am Main nach Peking bereits für mehr als das Zweifache der jährlichen Emissionen eines Durchschnittsautos in Deutschland.

Hinzu kommt, dass beim Fliegen nicht nur CO2 ausgestoßen wird. Bei der Verbrennung von Flugbenzin (Kerosin) entstehen zahlreiche weitere Schadstoffe wie Stickoxide, Aerosole und Wasserdampf, die ebenfalls zur Veränderung der Zusammensetzung der Erdatmosphäre beitragen. Diese Effekte führen in Summe dazu, dass das Klimaschädigungspotential des Fliegens ca. 2-5x höher ist als die alleinige Wirkung des ausgestoßenen CO2. Bei Flugreisen ist daher der sog. Radiative Forcing Index (auch RFI-Faktor) für die Emissionsberechnung sehr bedeutsam, da über diesen die Nicht-CO2-Effekte erfasst werden können, um die tatsächliche Klimaschädigung von Flügen abzubilden. Mehr dazu hier.

Zum heutigen Zeitpunkt haben die CO2-Emissionen des von Deutschland ausgehenden Luftverkehrs einen Anteil von etwas mehr als 3% an den Treibhausgasemissionen in Deutschland. Betrachtet man die gesamte Klimawirkung (CO2 und Nicht-CO2-Effekte) ist dieser Anteil vermutlich mindestens 2x höher.

Weitere Infos hierzu gibt es im UBA-Umwelttipp zu Flugreisen.