So funktioniert die CO2-Kompensation

Für das globale Klima ist es unbedeutend, an welcher Stelle CO2-Emissionen bzw. Treibhausgase ausgestoßen bzw. reduziert werden. Die klimaschädliche Wirkung von Treibhausgasen kennt keine Grenzen. Daher lassen sich Emissionen, die durch Deinen Lebensstil in Deutschland verursacht werden, durch eine Einsparung an einer ganz anderen Stelle wieder ausgleichen bzw. kompensieren, z.B. in einem Entwicklungsland. Dieser Mechanismus wird weithin als CO2-Ausgleich oder CO2-Kompensation bezeichnet.

So funktioniert Klimaneutralität bei klimaneutral jetzt

 

Das Prinzip des CO2-Augleichs bzw. CO2-Kompensation ist global weit verbreitet und wird bereits seit vielen Jahren von tausenden Unternehmen und Millionen von Privatpersonen genutzt. 

Mit jedem von Dir investierten Euro können in einem Schwellen- oder Entwicklungsland viel mehr Treibhausgase eingespart und soziale Benefits für die lokale Bevölkerung erzielt werden, als in Deutschland. Gründe dafür sind der vergleichsweise weit entwickelte technische Entwicklungsstand und der bereits hohe durchschnittliche Lebensstandard in Deutschland. Daher ist es ökonomisch und sozial betrachtet häufig sinnvoller, Treibhausgasemissionen in technisch und sozial weniger weit entwickelten Ländern einzusparen. Dort ist die positive Auswirkung jedes investierten Euros i.d.R. weitaus größer als in Deutschland. Aus diesem Grund sind unsere Klimaschutzprojekte auch in Entwicklungs- und Schwellenländern beheimatet.

3 Schritte gegen den Klimanwandel: Emissionen vermeiden, reduzieren und ausgleichen 

Natürlich ist es aus Klimaperspektive besser, Emissionen bereits vor ihrer Entstehung zu vermeiden bzw. zu verringern. Der CO2-Ausgleich ist stets der letzte Schritt zum Ausgleich der am Ende nicht mehr vermeidbaren persönlichen Emissionen. Der CO2-Ausgleich ist kein "Freifahrtschein" für die eigenen Emissionen! 

Im Alltag eröffnen sich für jeden von uns viele Vermeidungs- und Einsparmöglichkeiten. Mehr dazu findest Du bei unseren CO2-Einspartipps. Doch leider ist bei allen persönlichen Vermeidungs- und Reduktionsanstrengungen ein Leben ganz ohne einen eigenen CO2-Fußabdruck derzeit nicht möglich aufgrund unseres Lebensstils. Daher bleibt als finaler Schritt zum klimaneutralen Leben nur der Weg des CO2-Ausgleichs.

Vermeiden, Reduzieren und Kompensieren bei klimaneural jetzt ist wichtig für den Klimaschutz.

Eines ist klar: der Mechanismus des CO2-Ausgleichs allein ist nicht ausreichend, um das Problem des globalen Klimawandels zu lösen! Aber dieser Mechanismus ist eine sehr sinnvolle und einfach umzusetzende Möglichkeit für jeden von uns, etwas Konkretes für den globalen Klimaschutz zu tun. 

CO2-Kompensation durch zusätzliche Klimaschutzprojekte

Um den Schritt des CO2-Ausgleichs gehen zu können, wird zunächst die Höhe Deiner nicht mehr vermeidbaren bzw. nicht weiter reduzierbaren Treibhausemissionen berechnet bzw. anhand vorhandener Erfahrungswerte geschätzt. Diese Emissionen kommen z.B. von Deinen Autofahrten zur Arbeit oder vom Energieverbrauch Zuhause.

Der Ausgleich dieser Emissionen erfolgt dann über die Durchführung von zertifizierten Klimaschutzprojekten, z.B. einem Windpark in Indien oder einem Waldschutzprojekt in Kenia. Die von uns unterstützten Klimaschutzprojekte findest Du hier

Wichtig ist, dass jedes Klimaschutzprojekt, welches als CO2-Ausgleichsprojekt anerkannt ist, nachweisen kann, dass es ohne den Mechanismus des CO2-Ausgleichs und die damit zusammenhängenden zusätzlichen finanziellen Einnahmen aus dem Verkauf der Emissionseinsparungen, nicht umgesetzt werden könnte. Dieses Kritierium der sog. Zusätzlichkeit der Emissionsminderungen muss stets erfüllt werden. Jedes anerkannte CO2-Ausgleichsprojekt muss folglich für zusätzlichen Klimaschutz sorgen, der normalerweise nicht passiert wäre, sondern nachweislich auf Deine Investition in Dein klimaneutrales Leben angewiesen ist.

Zudem darf es sich bei den erzielten CO2-Einsparungen um keine kurzfristige Lösung handeln. Die reduzierte und für den Ausgleich Deiner Emissionen genutzte CO2-Einsparung muss dauerhaft sein.

Zertifizierte Minderungsgutschriften

Die für den CO2-Ausgleich genutzten Klimaschutzprojekte werden i.d.R. einmal im Jahr von unabhängigen Zertifzierern (wie z.B. dem TÜV SÜD) besucht und auf Herz und Nieren geprüft. So wird sichergestellt, das tatsächlich die erwarteten zusätzlichen Emissionseinsparungen durch das jeweilige Projekt zustande kommen.

Im  Anschluß an die erfolgreiche Prüfung (die sog. Verifizierung) bekommen die Initiatoren der Ausgleichsprojekte zertifizierte Emissionsminderungsgutschriften ausgestellt. Diese werden häufig auch als CO2-Minderungszertifikate bezeichnet. Diese Gutschriften bzw. Minderungszertifikate verbriefen die Emissionseinsparungen des jeweiligen Klimaschutzprojektes. Die Minderungsgutschriften sind letztlich Quittungen darüber, dass ein Klimaschutzprojekt nachweislich eine bestimmte Menge COzusätzliche eingespart hat. Jede Quittung steht dabei für eine Tonne eingespartes Treibhausgas. Die Minderungsgutschriften können dann vom Projektentwickler verkauft werden, um die für die weitere Projektdurchführung notwendige Finanzierung zu sichern.  

Der Prüfzyklus für CO2-Ausgleichsprojekte

Jedes CO2-Ausgleichsprojekt muss einen strengen und standardisierten Prüfzyklus inkl. jährlicher Verfizierung durch unabhängige Prüfer durchlaufen. Dieser Prüfzyklus variiert leicht je nach dem gewählten Projektstandard für das jeweilige Klimaschutzprojekt, folgt aber stets dem selben Monitoring-Prinzip wie im Schaubild dargestellt. So kann sichergestellt werden, dass die CO2-Minderungen tatsächlich und nachhaltig erzielt werden.     

Der Projektzyklus zur Qualitätsprüfung für Klimaschutzprojekte zur Erzielung von Klimaneutralität ist umfangreich.

Die von klimaneutral jetzt ausgewählten Ausgleichsprojekte sind entweder gemäß Gold Standard (GS), dem Clean Development Mechanism (CDM) oder dem Verified Carbon Standard (VCS) zertifiziert, also nach einem der drei global führenden Standards für CO2-Ausgleichsprojekte. Mehr über diese Standards erfahrt ihr hier

Löschung von Minderungszertifikaten in elekronischen Datenbanken

Um sicherzustellen, dass jede Emissionsminderungsgutschrift nur einmal existiert und gezählt wird, liegen alle diese Gutschriften in elektronischem Format in öffentlich einsehbaren Projekt-Datenbanken - den sogenannten "registries".

Jeder Klimaprojekt-Qualitätsstandard hat hierfür seine eigene Datenbank. Auf unseren Projektseiten findest Du einen link bei jedem Klimaschutzprojekt auf die jeweilige registry-Website des Projektes, wo Du alle extern geprüften Details zu jedem Projekt finden kannst.

klimaneutral jetzt führt in diesen registries jeweils ein Nutzerkonto, in welchem die für Deine Klimaneutralstellung benötigten Emissionsminderungsgutschriften gelöscht werden. Dies bestätigen wir Dir mit der Urkunde in pdf-Format, welche wir Dir per email zustellen. Damit ist Dein CO2-Ausgleich nachweislich umgesetzt. Weitere Informationen dazu findest Du hier