Wie bildet sich der Preis bei CO2-Minderungsgutschriften?

Die Preise für CO2-Minderungsgutschriften unterscheiden sich. Die Preisbildung orientiert sich dabei an den folgenden Kriterien:

  • Qualitätsstandard: Klimaschutzprojekte gemäß Gold Standard sind i.d.R. kostenintensiver als Projekte unter dem Verified Carbon Standard. Dies liegt vor allem daran, dass bei Gold Standard Projekten zusätzlich zur CO2-Reduktion noch soziale Kriterien von den externen Projektzertifizierern geprüft werden müssen.
  • Projektgröße: Ein großer Windpark spart im Vergleich zu einer einem Projekt, in welchem 2.000 Familien-Biogasanlagen gebaut und erhalten werden, wesentlich mehr COzu wesentlich geringeren Monitoring-Kosten pro Tonne ein. Dies wirkt sich entsprechend auf den Preis der Minderungsgutschriften aus.
  • Projekttyp und -standort: Bei bestimmten Projekttypen (z.B. Wiederaufforstung, effiziente Kochöfen) gibt es vergleichsweise mehr Nachfrage und ein dementsprechend geringeres verfügbares Angebot an Minderungsgutschriften. Dies führt zu höheren Preisen. Gleiches gilt für Projektstandorte – auch hier preist der Markt die Geographie eines Klimaschutzprojektes mit ein (z.B. sind afrikanische Projekte im Preis höher als vergleichbare Projekte in China).
  • Menge der gekauften Emissionsminderungsgutschriften: Mengenrabatte gibt es auch im Markt für Emissionsminderungsgutschriften. Diese Rabatte sind ökonomisch zu begründen, da mit steigender Abnahmemenge beim Kauf die Transaktionskosten des Kaufs auf eine größere Menge Emissionsminderungen umgelegt werden können. Damit sinken die Transaktionskosten pro Tonne eingespartem CO2, was den Preis für die Gutschriften bei höherer Abnahmemenge sinken lässt.