SAUBERE KOCHÖFEN fÜr RUANDA

UMWELTSCHUTZ DURCH REDUZIERUNG DES HOLZVERBRAUCHS IM
NYUNGWE FOREST NATIONALPARK

Mit dem Nyungwe Rainforest Cookstove-Projekt wird der Abholzung in der Projektregion entgegengewirkt. Es werden dadurch jedes Jahr ca. 8.500 Tonnen CO2 eingespart.

PROJEKTFAKTEN

Das ist eine Landkarte von Afrika mit Ruanda.

STANDORT:

Nyungwe, Ruanda

PROJEKTBEGINN:

2019

PROJEKTENTWICKLER:

Likano Project Development GmbH

EXTERNER PRÜFER:

Gold Standard Foundation

QUALITÄTSSTANDARDS

Gold Standard VER (GS VER) Microscale

JÄHRLICHE CO2-REDUKTION: 

ca. 8.500 t CO2

LINK ZU DEN PROJEKT-DOKUMENTEN: 

https://registry.goldstandard.org/projects/details/1627

Ein Mann fertigt einen effizienten Kochofen in Ruanda im NYUNGWE FOREST NATIONALPARKDIes ist ein veralteter Kochofen in Ruanda im NYUNGWE FOREST NATIONALPARKDIes ist der NYUNGWE FOREST NATIONALPARK

Projektnutzen

  • Das Projekt spart ca. 8.500 Tonnen CO2 pro Jahr ein
  • Effiziente Kochöfen ermöglichen eine verantwortungsvollere und sparsame Nutzung von Holz
  • Schutz der biologischen Vielfalt im Nyungwe-Nationalpark mit über 300 Vogelarten und 13 registrierte Primaten, darunter Schimpansen und Colobus
  • Sauberes und wirtschaftliches Kochen für alle Haushalte im Projektgebiet
  • Rückgang von Atemwegskrankheiten durch weniger Rauch beim Kochen
  • Unterstützung für Familien, die Tee anbauen - eine der wichtigsten Kulturpflanzen der Region
  • Mehr Zeit, um für ein Familieneinkommen zu sorgen, da weniger Zeit für Holzsammeln benötigt wird
  • Mehr Zeit für Bildung und Schule
  • Bessere Gesundheit und weniger unbezahlte Arbeit, insbesondere für Frauen und Kinder
  • Arbeitsplätze und Wertschöpfung durch lokale Herstellung, Verkauf und Instandhaltung der Öfen
DIes ist ein effizienter Kochofen im NYUNGWE FOREST NATIONALPARKFrauen und Kinder sammeln Holz im NYUNGWE FOREST NATIONALPARKDies ist der NYUNGWE FOREST NATIONALPARK.

Projekt-Hintergrund

Der Nyungwe Forest Nationalpark im Südwesten Ruandas beheimatet einen der größten Bergregenwälder Afrikas und damit eine enorme Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet um den Park ist sehr dicht besiedelt. Die Bevölkerung wächst starkt, braucht immer mehr Brennholz und gefährdet somit dieses einzigartige Ökosystem.

Unser Klimaschutzprojekt ermöglicht den Haushalten, ihren Holzverbrauch stark zu reduzieren. Traditionell kochen die Familien hier über einem offenen Drei-Steine-Feuer. Das ist ineffizient und aufgrund der starken Rauchbelastung auch eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit.

Durch das Projekt werden effiziente Kochöfen aus lokalem Lehm und Sand eingeführt. Das sog. Canarumwe-Modell wird von einer lokalen Kooperative hergestellt und verbraucht zwei Drittel weniger Brennstoff als das Drei-Steine-Feuer. Die Öfen werden zu so geringen Kosten angeboten, dass sich auch einkommensschwache Haushalte diese leisten können. Da üblicherweise Frauen für das Feuer zuständig sind, profitieren sie und ihre Kinder besonders von diesem Projekt.

Wie funktioniert Klimaschutz mit effizienten Kochöfen?

In vielen ärmeren Regionen der Welt kochen Familien auf offenem Feuer, oft in geschlossenen Räumen. Dabei ist die Energieeffizienz gering und es gehen große Mengen an Energie ungenutzt verloren. Zudem führt die starke Rauchentwicklung zu starken gesundheitlichen Problemen. 

Saubere Kochöfen sind oft einfache Vorrichtungen aus Metall oder Ton, die aber die zugeführte Energie aus Holz-, Öl- oder Kohleverbrennung besser nutzen. Die Nutzer der effizenten Kochöfen sparen damit Brennstoffe, bares Geld für den nun geringeren Brennstoffverbrauch und reduzieren drastisch CO2



Jeder Beitrag hilft!




Einsparung von
ca. 8.500 t CO2 im Jahr




Einschränkung des Holzverbrauchs
und der Abholzung




Sauberes und wirtschaftliches Kochen



Reduzierung des Rauchs beim Kochen
Rückgang von Atemwegserkrankungen



Unterstützung von Familien beim Teeanbau, eine der wichtigsten Kulturpflanzen der Region




Arbeitsplätze durch lokale Herstellung
und Verkauf der Öfen




Förderung von Schulen und Bildung

Beitrag zu den UN-NachhaltigkeitsZielen

Das sind die 17 Nachhaltigkeitziele der United Nations.

Projekt-Qualitätsstandards

Dies ist das logo des Clean Development Mechanism der Vereinten Nationen.

Clean Development Mechanism (CDM)

Im Rahmen des Kyoto Protokolls von 1997 wurde der Clean Development Mechanism (CDM) aus der Taufe gehoben. Der CDM kann nicht nur für den freiwilligen Emissionsausgleich genutzt werden, sondern auch für staatliche Klimaschutz-Programme. Daher können gleichermaßen Regierungen, Unternehmen und Privatpersonen die zertifizierten Emissions-Gutschriften aus CDM Projekten (= Certified Emission Reductions, CERs) erwerben und für ihre jeweiligen Klimaschutzzwecke nutzen.

Dies ist das logo des Gold Standard for the Global Goals.

Gold Standard

Der Gold Standard wurde im Jahr 2003 vom World Wide Fund for Nature (WWF) und mehr als 20 weiteren internationalen Umweltverbänden entwickelt. Träger des Standards ist die gemeinnützige Gold Standard-Stiftung mit Sitz in der Schweiz. Gold Standard Klimaschutzprojekte zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie neben der Reduzierung von CO2-Emissionen gleichzeitig zu einer nachhaltigen Entwicklung in der jeweiligen Projektregion beitragen, also zusätzlich zum Klimaschutz auch sozialen Mehrwert bringen.